Reiseberichte zu Kraftorten

Kraft Orte

Die Reisen zu den uralten Kraftplätzen und Kultstätten sind wie Pilgerfahrten. 

Erstens werden die Kräfte des Ortes durch dein Besuch aktiviert und verstärkt.

Zweitens koppelst du dich an diese Energien des Ortes an und verstärkst dadurch dein eigenes Nwyfre (celtisch für Energie/Prana/Chi)

Unsere Schulbildung und die Kirche versuchte uns Weiszumachen, dass vor der Christianisierung nur Barbaren in unserem Land lebten. Das ist mitnichten so - und wenn man die Bauwerke betrachtet waren hier schon "Hochkulturen" ansässig, weit vor den Griechen und Römern.

Es gibt viel zu entdecken und diese Reiseberichte können nicht vollständig das Bild abdecken, sollen dich aber neugierig machen selbst auf die Wallfahrt zu gehen!

Die "Alte Burg"

In Langenenslingen/BW

Auf den Spuren der Kelten

im Bodenseeraum

Unweit der Keltensiedlung Heuneburg am Oberlauf der Donau verbirg sich auf einem Höhenzug mitten im Wald die „Alte Burg“. Wohl eines der erstaunlichsten Kultstätten nördlich der Alpen.
In der Heuneburg und Umland hatte sich bis vor 2.600 Jahren eine landwirtschaftliche Hochkultur entwickelt. Im Zentrum stand die Heuneburg mit einer Bauweise, die nördlich der Alpen einmalig ist. Gebrannte Lehmziegel und gekalkte Wände hat man scheinbar aus dem mediterranen Raum importiert. Ebenso gefundene Grabbeilagen in umliegenden Hügelgräbern. 
Auch die Stellung der Frau in der Bronzezeit gilt es zu überdenken. In einer Grabkammer wurde eine Frau mit fürstlichen Grabbeilagen bestattet. Aber das ist ein anderes Thema!

In so einem Umfeld ist eine schamanische oder druidische Begleitung äußerst wahrscheinlich. So fand man in der Nähe zwei Kultplätze, die „Alte Burg“ und der Bussen. Der heilige Berg Oberschwabens, der Bussen, ist von der Kirche schon lange vereinnahmt, während die Alte Burg auch Burg Emerfeld noch fast unberührt ist.
Erst 2014 begann ein Forschungsprojekt durch das Landesamt für Denkmalpflege Baden-Würtemberg. Dadurch konnte die Anlage auf eine Bauzeit in das 8. Bis 6. Jahrhundert vor Christus datiert werden. Die etwa 2 Hektar umfassende Anlage befindet sich auf einem langgestreckten 695 m. ü. NN hohen Bergsporn und weist drei hintereinander gestaffelte Wälle mit dazwischenliegenden Gräben, deren Reste noch heute erhalten sind, auf.


Die zungenförmige Plateaufläche der Anlage ist etwa 340 Meter lang und zwischen 55 und 65 Meter breit. Die Fläche wurde zum Teil abgetragen und zum Teil aufgeschüttet, um eine so große Ebene auf dem Bergsporn zu erhalten.

Im südwestlichen Teil des Sporns liegt der bereit 1894 entdecke so genannte Grabhügel. Dieser Steinhügel war wohl ursprünglich eine etwa einen Meter hohe, podestartige Erhebung von 8 x 8 Metern. Archäologische Nachgrabungen in den Jahren 2006 bis 2007 wurde ein etwa fünf Meter tiefer Schacht gefunden, der auch als Opferschacht bezeichnet wird. Im Schacht fanden die Archäologen, neben Relikten aus früheren Grabungen, überwiegend Funde aus der späten Hallstadtzeit, einige wenige Funde aus der frühen und mittleren Latènezeit, sowie Menschenknochen.
Etwa 15 Meter und 20 Meter unterhalb der Spornfläche ziehen sich an deren Längskanten zwei künstliche fünf bis acht Meter breite Terrassen entlang. Die Funktion der Terrassen sind nicht bekannt und sind auch nicht in Verteidigungsanlagen eingebunden. Auch die weiteren Vorwälle und Ringgraben scheinen keine Wehranlage darzustellen. Bei Untersuchungen im Oktober 2014 wurden zwei Trockenmauern im Bereich des Hauptwalls freigelegt. Diese gelten mit 13 Metern Stärke und 10 Meter Höhe als das größte Bauwerk dieser Art nördlich der Alpen.
Die Anlage hat einerseits eindeutig wehrhaften Charakter, weist andererseits aber auch weniger gut gesicherte Stellen auf. Da ein Opferschacht mit Menschenknochen gefunden wurde gehen die Wissenschaftler davon aus, dass es sich um einen Versammlungs- und Kultplatz handelt.

Möglicherweise wird es auch mit sportlichen Wettkampfstätten wie im mediterranen Raum verglichen. Auch die mit hohem planerischem Aufwand umgestaltete Bergspornfläche stützt diese Deutung.

Meine Wallfahrt zur Alten Burg 
Die keltische Siedlung Heuneburg war mein eigentliches Ziel. Auf den Schautafeln war der Hinweis zur Alten Burg als Kultplatz ausgeschildert. Die übergroße Sog Kraft zog mich ins ca. 5 Kilometer entfernte Langenenslingen in ein Landschaftsschutzgebiet mit dem Namen Frauenschuh. Benannt nach der gleichnamigen einheimische Orchideenart. Die Wanderung führt durch eiwunderschönen Fichtenwald auf verschlungen Wegen bergauf. Weiter oben, wenn es in einen Mischwald wechselt, erkennt man erst das die Berghänge eigentlich schon zur Wallanlage gehören.

Ein Rundgang auf dem Bergsporn lässt die Dimension erkennen. Wie ehrfürchtig müssen die Menschen in der Bronzezeit wahrgenommen haben? Da es sich eindeutig um keine Wehrburg im eigentlichen Sinn darstellt, zeigt es eindeutig, dass die Erbauer damit eindeutig ihr Machtstellung zur Schau stellen wollten.

Um die eigentliche Kultstätte, den Opferbrunnen zu finden ist eine Suche im Unterholz nötig. Erst am Kultplatz angekommen lässt sich der ehemalige Schacht erahnen. Aus Sicherheitsgründen wurde er verfüllt lädt aber zu einem Ritual oder Meditation ein. Die Kraft ist noch spürbar…

Die abschließende Umrundung des Bergsporn zeigt noch einmal die ganze Erhabenheit und Größe des imposanten Bauwerks. Erstaunlich das die christliche Kirche diesen Ort nicht groß besetzt hat. Lediglich ein kleiner Schrein zu ehren des Heiligen Hubertus lässt sich am Portal finden. Ein magischer Ort, den druidisch interessierte Menschen unbedingt besuchen sollten!

 

Sonnen-observatorium
von Goseck

Stonehenge von Deutschland?

Sonnenwend-feiern vor über 7000 Jahre!

Unstrut-Saale-Kreis

Das Saale-Unstrut-Tal ist eine Fundgrube an historischen Orten. Neben der Steinernen Rinne bei Bilzingsleben, dem Fundort von Resten einer Siedlung des Homo Errektus die 400.000 Jahre zurückdatiert wurde und dem nebulösen Fund der Mondscheibe von Nebra aus der Bronzezeit ist das Sonnenobservatorium von Goseck ein weiteres Highlight der Geschichte in Deutschland.
Das idyllische Örtchen Goseck oberhalb der Saale war den meisten Menschen nur durch sein Schloss bekannt. Doch das sollte sich 1991 schlagartig ändern, als Luftaufnahmen eine Kreisgrabenanlage entdeckten.

Die Anlage wurde zwischen 2002 und 2004 im Rahmen eines interdisziplinären Forschungsprojektes vollständig ausgegraben. Die während des Mittelneolithikums vor etwa 6.900 Jahren errichtete Anlage wird der Kultur der Stichbandkeramik zugeordnet. 
Die Kreisgrabenanlage von Goseck wurde von einigen Archäologen als das älteste Sonnenobservatorium der Welt bezeichnet.
Bei Ausgrabungen wurden zahlreiche Rinderknochen, besonders Schädel, und in drei Erdgruben Menschenknochen gefunden. 

Sie waren sorgfältig bearbeitet worden, das Fleisch von den Knochen geschabt. Das könnte für Menschenopfer sprechen oder für spezielle Begräbnisrituale.
Nach Untersuchungen des Astronomischen Instituts der Ruhr Universität Bochum, sind die beiden südlichen Tore mit einer Genauigkeit von drei bis vier Tagen auf den Sonnenaufgang und Untergang zur Winter-sonnenwende um 4.800 vor Chr. ausgerichtet. Das nördliche Tor weist annähernd genau auf den astronomischen Meridian, nämlich nach Norden. Im Unterschied zu anderen schlechter erhaltenen Kreis-grabenanlagen sind die Visierlinien in Goseck außerordentlich präzise und ermöglichen noch heute eine Berechnung und Beobachtung der Sonnenwenden über mehrere Tage.
 

Das Sonnen-observatorium war aus Holzstelen errichtet und so haben die Archäologen an den originalen Stellen Eichenbohlen aus dem nahen Forst originalgetreu aufgestellt. 
Das Observatorium ist ganzjährig frei zugänglich!


Meine Wallfahrt
Sommerlich drückt die Hitze über die Felder. Der Weg vom Parkplatz zum Sonnenobservatorium führt an Anwesen und Gärten vorbei. Der Dolmenradweg verbindet den Himmelsscheiben-radweg in Querfurt mit dem Saaleradweg bei Goseck und genau dieser Dolmenradweg führt uns zum Sonnen-observatorium.

Auf dem Feld frei zugänglich finden wir das Bauwerk. Kein Zaun, keine Schranke und kein Kassenhäuschen versperrt uns den Weg.

Wie herrlich das imposante Bauwerk aus Holzpalisaden wirkt. Schautafeln informieren den Besucher. Jedoch die magische Wirkung an einem Ort zu stehen wo vor 7.000 Jahren die Jahrekreisfeste beobachtet, geehrt und wahrscheinlich bereits gefeiert wurde ist gigantisch. 
Wie haben die Menschen im Mittelneolithikum das Bauwerk errichtet? Wer hat die Sonnenwenden eingemessen? Wer hat mit welchen Mitteln die jeweiligen Koordinaten beobachtet und wieviel Jahre oder gar Jahrzehnte hat das gedauert die jeweiligen Linien zu setzen? Die wundervolle Akustik im Inneren des Holzkreises ist beachtlich, hat das was zu sagen?

Fakt ist, dass Kreisgrabenanlagen (ja es gibt mehrere – z.B. das Ringheiligtum in Pömmelte) das Elbetal aus dem Slawischen Raum eingewandert sind und das dieses Sonnenobservatorium von Goseck 2.000 Jahre vor Stonehenge errichtet wurde!
Ich war total erfreut zu sehen, dass auch heute noch Menschen diesen Kraftort würdigen! Auf der Tafel der Mittelachse fanden sich mehrere Artefakte. Dieser Ort lädt mit seiner Energie förmlich ein, die nächste Sonnenwendfeier hier stattfinden zu lassen!
 

Mystische Morgenstimmung am Thing von Gulde

Thing von Gulde

Thing von Gulde

Nähe Kappeln an der Schlei!

Heiliger Hain

Thing von Guly

Als vor über 10.000 Jahren die kilometerdicken Eispanzer der letzten Eiszeit schmolzen, hinterließen sie ein fruchtbares, hügeliges Land. Eingeschlossen zwischen Nord- und Ostsee siedelten sich germanische Stämme an. Zunächst die Angeln, die weiter Richtung England segelten und später die Jüten und Dänen.

Diese germanischen Stämme organisierten sich in landwirtschaftlichen Familienclans. In diesen Mehrgenerationen WG’s wurde Recht gesprochen in den sogenannten Thing (ähnlichkeiten zum engl. think = denken sind naheliegend).

Der Stammesälteste leitete diese Versammlungen und ich denke, dass es dabei nicht nur um Schiedssprüche ging, sondern auch eine schamanische Praxis angewandt wurde. Lagen doch die Thing immer auch an Kraftorten. Im späteren Verlauf entwickelte sich auch eine steigende Gerichtsbarkeit. Neben dem Stammes-Thing gab es dann einen regionalen Jarl-Thing und einen überregionalen König-Thing. Aber das ist eine andere Geschichte!

Der Thing von Gulde (Guly) liegt auf dem Heiligen Hain vom Arlberg (Adlerberg), einem Hügel neben einem Quellental.

Ich entdeckte diese Kultstätte zufällig bei einer Vorbeifahrt. Magisch angezogen vom Ort, den Bäumen, dem Wasser und den Steinen, entschloss ich mich, am nächsten Tag bei Sonnenaufgang wiederzukommen, um eine druidische Zeremonie zu feiern.

 

Meine Zeremonien

Und so begab es sich, dass ich am frühen Morgen des 17.02.2023 die Elemente in den Zeugenstand zusammen rief (es schüttete aus Eimern und der Wind blies ordentlich ) und zum Tagesanbruch zwei Zeremonien feierte. Für meine Frau die Zeremonie “Tod und Freiheit", wo es unter anderem um die Befreiung von negativen Bindungen geht. Das schöne Ende ist: "Ich setze mein Vertrauen in das Leben”.
Für mich feierte ich die Zeremonie “Ende der Reise”. Eingeweihte wissen, worum es dabei geht.
Diese Zeremonien hier am Thing von Guly zu feiern, waren eindrucksvoll und berührend. Die Kräfte an diesem Ort waren stark und ich werde lange daran zurückdenken können.
 

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